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Auf den Spuren der Goldsucher durch Alaska

Schräger Vogel

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Heute komme ich mal mit einer Rätselfrage. Auf dem Rückweg vom MOA lief mir am Strand in der Nähe des Jericho Park der links abgebildete “schräge Vogel” über den Weg. Ich habe eine ganze Weile erfolglos gegrübelt wie der denn mit vor- und Nachname heißen könnte. Janine vom Hideaway hat schließlich das Rätsel gelüftet.

Doch bevor ich die Antwort einfach so weitergebe, stelle ich hier mal die Frage in den Raum …?

Das größte meiner Gepäckstücke ist mit Abstand der Rücksack des Triton Ladoga Faltboots. Eigentlich muss das Boot ja seit Mittwoch vergangener Woche offiziell „Gerlinde“ heissen; so wurde es von meiner Freunden getauft. Hier ist die Geschichte dazu.

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Phy4Sa steht für „physician for saftey“. Dahinter verbirgt sich ein Team der Abteilung für kardiologische Rehabilitation an der Schüchtermann-Klinik in Bad Rothenfelde. Wir werden den yukoneer medizinisch und sportwissenschaftlich während seiner Zeit in teils bäriger Umgebung im weiten Alaska begleiten.
Wir – das sind ein Kardiologe / Sportmediziner, ein Dipl. Psychologe, ein Dipl. Sportwissenschaftler, Ernährungsberaterinnen sowie ein Informatiker.
Im Rahmen unserer Profession gilt es im Allgemeinen, Patienten mit einer Herzerkrankung in der Anschlussheilbehandlung und darüber hinaus sekundärpräventiv langfristig zu betreuen und zu unterstützen. Dabei können telemedizinische Systeme eine Überwachung quasi überall auf der Welt ermöglichen. Genau das wollen wir Ihnen / Euch mit „unserem Mann am Yukon“ zeigen und hierbei neue technische Entwicklungen in der Praxis einsetzen und unter Extrembedingungen testen. Über Kommentare, Fragen und Anregungen freuen wir uns, frei nach dem Motto, „… fragen Sie ihren Arzt oder Telemediziner…“

Lynn Canyon

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Das Ziel des Heutigen Tages war der Lynn Canyon. Nicht ganz so bekannt wie die Capilano Hängebrücke bietet das Gebiet des Lynn Canyon die Möglichkeit ähnliches – mit weniger touristischem Andrang – zu erleben und wird daher vorwiegend von den Einheimischen besucht. Natürlich gibt es es auch dort eine Hängebrücke, die man überqueren muss, will man entlang des Canyon wandern.

Bedingt durch den Feiertag, Victoria’s Day, bestätige in diesem Falle die Ausnahme die Regel. Der Bus zum Canyon war gut gefüllt und der Eingangsbereichs des Parks ließ keinen Zweifel am Ziel der vielen Besucher aufkommen.

Sobald wir uns etwas von den Massen entfernt hatten, umfing uns wieder Ruhe und Stille und man konnte in den wunderschönen küstennahen Regenwald genießen. Das sich stetig verbessernde Wetter machen den Ausflug zu einem echten Genuss.

Heute war ein Museumstag angesagt. Angesicht des morgendlichen Regens entschied ich mich das Anthropologische Museum (MOA) auf dem Campus der Universität of British Columbia zu besuchen.

Das MOA ist eines der führenden Museen für Kunst der First Nation aus dem Landstrich der Nordwestliche Küstengebiete von Kanada. Zu sehen sind eine Vielzahl großer Skulpturen, Totempfähle und kultureller Objekte. Neben den Ausstellungstücke der Indianische Stämme sind auch Exponate aus anderen Weltkulturkreisen zu sehen.
Mein Fazit: Sehr gut aufbereitet und präsentiert ist das Museum auf jeden Fall einen Besuch wert.

Aufgrund des zunehmend besser werdenden Wetters erfolgt der Rückweg nach Downtown Vancouver entlang der verschiedenen Strände zu Fuß. Dabei konnte ich eine erste Schwimmerin im 14 Grad warmen pazifischen Wasser sehen – für den an wärmende Neoprenkleidung gewöhnten Paddler definitiv keine Option…

Mittlerweile in Vancouver angelangt bin ich im „Urban-Hideaway“ untergekommen; einem schönen kleinen Hostel zentral in der Innenstadt Vancouvers gelegen. Die Gastgeber, Janine und Ken, habe ich als sehr freundliche und offene Menschen kennengelernt. Es macht einfach Spaß hier zu wohnen. Eine perfekte Basis um die Stadt zu erkunden.

Gestern optimierte ich noch meine Taschen, Rucksäcke sowie die restliche Ausrüstung indem ich potentiell unwichtige Sachen aussortierte und dafür Andere, mit einem vermeintlich höheren Stellenwert, hinzufügte. Diese Optimierung nahm einige Zeit in Anspruch und ich bin ziemlich sicher, dass sich am Ende das Gepäck nicht wesentlich von dem zu Begin unterschied ;-)

Niels bot sich an, mich zum Flugplatz zu fahren. Aufgrund der unsicheren Straßenbedingungen (Baustellen, Ferienzeit und potentielle Verkehrsstaus) starteten wir sehr früh morgens. Als wir das erste Mal aus dem Haus traten, jubelte uns eine Abschiedsdelegation entgegen! Und das am Samstag Morgen um 8Uhr – Wow. Danke an Andre, Harry, Manfred, Olaf, Reinhard, Sebastian und Stefan für diese Überraschung.

Anders als erwartet verlief die Fahrt ohne Probleme. Wir kamen daher recht früh in Frankfurt an und hatten genügend Zeit für den Check-In. Kurze Zeit danach erfuhr ich allerdings, dass sich der Abflug um 90 Minuten verspäten wird. Die Wartezeit nutzte ich zum schreiben dieses kurzen Artikels für yukoneer.de.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen Allen zu Danken die mich die letzten Tage mit Ihren Wünschen, Gedanken und Hilfe unterstützt haben. Danke Euch allen – Ihr seid großartig.

Das nächste Mal melde ich mich aus Vancouver, BC.

Alle Vorbereitungen waren getroffen, die Rucksäcke gepackt und Gerlinde zerlegt (keine Sorge, ich spreche von dem Faltboot).  Somit stand dem Beginn des Yukon-Abenteurs nichts mehr im Weg.

Die Abfahrt war auf 8 Uhr angesetzt und Niels hat sich bereit erklärt den Yukoneer samt Ausrüstung zum Flughafen zu fahren. Davor gab es aber noch eine Überraschung. Einige seiner Freunde haben sich trotz der frühen Morgenstunde vor der Wohnung versammelt um sich nochmals persönlich von Ihm zu verabschieden. Hier ein kurzes Video vom Abschied:

Dann ging es los.

In Frankfurt angekommen galt es die komplette Ausrüstung samt Faltboot augzugeben, nur um gleich danach festzustellen, dass der Flug über eine Stunde später starten wird.

Zur Zeit ist er in der Luft und sobald wir neue Infos haben, werden wir sie hier in den Blog stellen.

Gestern war es dann soweit. Obwohl die Wetterprognosen wechselhaft mit Regen voraussagten ging es zur Premiere auf den Thunersee. Mit dabei, Niels und Thomas als Begleiteter auf dem Wasser, sowie Heike, die uns moralisch unterstützte.

Der Aufbau der Faltboote in Faulensee am Thunersee war – bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen – durchaus schweißtreibend. Niels hatte dabei einfaches Spiel, lieh er sich doch von Thomas einen Prion Touryak. So konnte er Thomas beim Aufbau seines Feathercraft Expedition zur Hand gehen während ich mich dem Triton Ladoga widmete.
Im Unterschied zu meinen Begleitern packte ich in den Ladoga den Großteil der für den Yukon gedachte Ausrüstung ein, um ein Gefühl für das Paddeln unter möglichst „realen“ Bedingungen zu bekommen. Das wesentliche „Ausrüstungsteil“, das fehlte war das Lebensmittelpaket; hinsichtlich Volumen und Gewicht einer der bestimmenden Faktoren. Aus verständlichen Gründen ersparte ich mir die Dreiwochenration für den Testlauf.

ThunerseeBei immer noch perfekten Bedingungen konnten wir starten. Richtung Osten ging es nach Neuhaus zum Anfang des Sees. In Neuhaus landeten wir an und erholten uns von der ersten Etappe. Nach einer Stärkung brachen wir wieder auf. Der Blick auf den See verhieß nichts gutes. Dunkle Wolken am Horizont und Wellengang ließen eine deutlich anstrengendere Rückfahrt schließen. Diese Vermutung wurde nach kurzer Zeit Gewissheit. Der Seegang wurde zunehmend rauer und nach einer Viertelstunde waren Signale für die Sturmwarnung überall am Ufer zu sehen.

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Seit Sonntag habe ich im Simmetal Quartier bezogen, genauer gesagt in der Kanu Lodge von Globepaddler . Wunderschön gelegenen und mit genügend Platz um all die Ausrüstung für die Alaska Tour zu sondieren und einem kritischen Blick zu unterziehen.

Im Mittelpunkt steht dabei der “schwimmbare Untersatz”, der mich über mehr als 3000 Kilometer den Yukon hinab tragen soll. Ein Faltboot des russischen Herstellers Triton: Der Ladoga I. Das “I” steht in diesem Falle für die Einer Version der Ladoga Familie. In vielen Gesprächen und Diskussionen nicht zuletzt mit Steffen Sator von out-trade – dem Importeur der Triton Kajaks – und Lorenz Eberle von globepaddler.ch – die Beschaffungs-Koryphäe rund ums Paddeln und darüber hinaus :-) – fiel die Entscheidung dann für die Einer Variante der Ladoga Familie.

Zugegeben der Erstaufbau war nicht eben erfolgversprechend, aber schon beim zweiten Mal ging das Ganze einigermaßen zügig über die Bühne und mittlerweile hat der Aufbau des Lagoda seinen Schrecken verloren. Der Testlauf mit meinem Ladoga steht allerdings noch bevor und soll auf dem Thunersee, wenige Minuten von der Kanu Lodge entfernt, erfolgen…

Etappenplan

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Folgt man dem Untertitel mehr oder minder wörtlich, so müsste die Tour eigentlich in Dawson City beendet werden. Dawson City am Zusammenfluss des Yukon und Klondike gelegen war das Ziel der “Stampeders” von 1897. Genauer gesagt wurde Dawson eigentlich erst 1896 beim Klondike-Goldrausch als Siedlung gegründet.

Die Tour auf dem Yukon hat Emmonak im Mündungsdelta als Ziel der Paddelei. Auch wenn im weiteren Verlauf des Yukon immer mal wieder Gold gefunden wurde so sind die Spuren der Goldsucher in Dawson zu finden. Doch so eng sehe ich das nicht, denn ich bin mir sicher, dass ich noch wertvolleres “Gold” in Form der fantastischen und beeindruckenden Landschaft  Alaskas finden werde.

Kurz zusammengefasst gibt es hier den (vorläufigen) Etappenplan der Tour:

  • In der kanadischen Metropole Vancouver besteht die Möglichkeit sich zu akklimatisieren so­wie die Ausrüstung zu ergänzen.
  • In Bellingham (USA) wartet dann schon die Alaska Marine Highway Fähre, die mich auf der berühmten Inside Passage nach Skagway (Alaska) dampft.
  • In Skagway geht es auf den Chilkoot Trail. Der Chilkoot Pass musste von den Goldsuchern Ende des 19 Jahrhunderts überwunden werden um von Skagway (USA) über den Lake Bennett (Kanada) an das ersehnte Ziel, den Klondike zu kommen.
  • Am Lake Bennett werden die Wanderschuhe gegen das Paddel getauscht und stilecht die Weiterreise auf dem Wasserweg zurückgelegt. Über Whitehorse geht es nach Dawson City.
  • Das Gold, das man nicht aus dem Erdreich wäscht, findet man auf den folgenden tausenden Kilometern: Die spektakuläre Natur, Tiere in freier Wildbahn und relative Einsamkeit, garniert mit einer großen Bandbreite an klimatischen Rahmenbedingungen.
  • Ziel der Expedition auf dem Yukon ist Emmonak, eine Kleinstadt an der Mün­dung des Yukon in die Beringstraße. Von dort geht es dann per Buschflugzeug zurück in die “Zivilisation”.

Soweit der Plan – mal schauen was die Umsetzung so mit sich bringen wird…

Willkommen

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Einen Traum verwirklichen und auf den Spuren der Goldsucher in die Weite und Wildnis von Alaska eintauchen, so lautet der Untertitel des Blogs. Schon früh habe ich Reiseerzählungen verschlungen von Karl May bis Jack London. Letzterer ist sozusagen Pate der “Expedition”, die im Sommer 2010 vor der Verwirklichung steht. Dieser Blog wird die Vorbereitung, Tour und Nachbetrachtung für Freunde, Bekannte und Interessierte begleiten. Ich werde versuchen unterwegs immer wieder den Stand der Dinge zu kommunizieren. In den Zeiten, in denen eine Kommunikation per eMail nicht möglich ist wird ein kleines aber feines Unterstützungsteam an meiner Stelle den Fortschritt kommentieren – doch dazu später an geeigneter Stelle mehr. Hier schon mal vorab vielen Dank an das Yukoneer Team für den Zuspruch, die Unterstützung und Hilfestellung im Rahmen der Vorbereitung.

Seit meiner ersten Reise nach Alaska war es für mich klar, dass ich wieder an den Yukon zurückkehren werde. Damals noch unerfahren in Sachen Kajak habe ich in den zurückliegenden 15 Jahren das notwendige Rüstzeug erworben, um die Unternehmung nun zu starten. Nun ist es an der Zeit Abenteuerlust mit Projektmanagement zu kombinieren und sich auf die fantastische Natur einzulassen.