Wie schon in einem der Artikel zuvor beschrieben hat eigentlich nur Gerlinde, oder etwas schnöder das Triton Ladoga die Rückreise nicht unbeschadet überstanden. Heute habe ich Condor einen netten Brief geschickt und meine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht. :-(

Im Vorfeld der Expedition hatte zum einen nach einer Fluggesellschaft gesucht, die die für mich wichtigen Flughäfen anfliegt und eben auch Sportgepäck zu vertretbaren Bedingungen transportiert. Condor bietet im Vergleich mit anderen Airlines den Transport von Sportausrüstung, noch dazu recht günstig, an. Etwas sauer stiess mir bereits anders die sogenannte Regresserzichtserklärung auf, die für das Kajak zu unterschrieben war. Aber man denkt ja erst mal nicht, dass da was zu Schaden kommt.

Triton Rucksack

Das Dokument, dass man seitens Condor vor Antritt der Reise ausfüllen und unterschrieben darf kommt schon mal mit einer etwas “sonderbaren” Formatierung daher. Eigentlich hätte ich von einem Unternehmen wie Condor ein professionelles Layout erwartet. Wie auch immer, nachdem ich die Anschrift von Condor richtig formatiert hatte (ich kann halt nicht anders) füllte ich das Dokument aus und schickte es zurück. Die entsprechende Passage des Dokuments lautet:
Hiermit erklären wir unseren Verzicht auf etwaige Regressansprüche gegenüber Condor Flugdienst GmbH, nachfolgend CFG genannt, welche durch die Beschädigung unserer Kanus / Kajaks bei der Beförderung auf den Flügen der CFG entstehen können.
Uns ist bekannt, daß es aufgrund der instabilen Bauweise eines Kajaks / Kanus trotz sachgemäßer Behandlung durch die Flug- oder Abfertigungsgesellschaft zu einer Beschädigung kommen kann.

Triton Bootshaut

Ich finde den Passus “instabile Bauweise des Kajaks / Kanus” sehr interessant. In meinem konkreten Falle ist das Kajak auseinander gebaut und in einem Rucksack verpackt, damit eigentlich sehr kompakt.

Das Kajak oder besser gesagt den Packsack darf man jedes mal beim Einchecken am Spezial Check-In für extra schwer und gross abgegeben. Daher geht man erst mal davon aus, dass dieses auch besonders behandelt wird. Nun ja, in diesem Fall kam es dann auch so. Vermutlich wurde der Rucksack auf einem Transportband beschädigt – hing irgendwo fest und das Band schliff sich dann durch den Cordura Sack und in die Bootshaut. Oder jemand hat Wilder Westen gespielt und den Sack über die Landebahn hinter sich her geschleift ;-). Der Möglichkeiten gibt es beliebig viele.

Wie auch immer, der Schadensverzicht gilt nicht bei unsachgemässer Behandlung; die allerdings grob fahrlässig oder vorsätzlich erfolgen muss. Ich bin auf jeden Fall auf die Antwort von Condor sehr gespannt und warte bis dahin erst mal ab…