Ist schon eine Weile her, dass ich etwas neues in den Blog eingestellt habe. Daher versuche ich jetzt kurz vor meinem Rückflug einige der Lücken zu füllen. Die letzten zwei Wochen der Tour waren dem Besuch von Freunden gewidmet.

Bear Creek

Direkt im Anschluss des Besuch von Denali hatte ich mit Deb verabredet. Ich hatte sie mit ihrem Freund Hal im B&B Falcon Inn in Eagle getroffen. Die beiden waren den Yukon von Dawson bis Circle paddelnd in Eagle eingekehrt. Auf dem Dach des B&B hatten wir gemeinsam einen schönen Abend miteinander verbracht und sind seitdem per eMail in Kontakt geblieben. Deb hatte mich auf diesem Weg zu ihren Bockhütten eingeladen, nicht ohne mich vorzuwarnen, dass da etwas Arbeit auf mich warten könnte. Nachdem ich nun einige Wochen auf der faulen Haut gelegen hatte war das eher motivierend als abschreckend.
Pünktlich traf ich am verabredeten Treffpunkt am George Parks Highway ein. Deb wartete schon auf dem Quad. Wir luden das wichtigste Gepäck auf einen kleine Hänger und dann ging es über Stock und Stein vier Meilen in die Pampa. Der überwiegende Teil des Weges führt in einem Bachbett flussauf, bevor es etwa eine halbe Meile durch den Wald geht. Die Bockhütten von Deb liegen landschaftlich wunderschön in einem Seitental des Bear Creek. Ich genoss den Luxus einer eigenen Hütte. Die ersten Tage waren leicht regnerisch, so dass die Outdoor-Aktivitäten etwas eingeschränkt waren. Dann setzte eine Schönwetterperiode ein.

on duty

Dank des nun optimalen Wetters konnten wir das Dach (hoffentlich erfolgreich) abdichten, Debs Bockhütte mit Schutzmittel streichen, einen neuer Weg für das Quad geschlagen, eine Menge Holz schlagen, sägen und aufchichten und zu guter Letzt eine Mini Veranda platzieren. So kam es, dass ich deutlich länger blieb, als die ursprünglich anvisierte drei Tage – zum einen war ich dankbar seit langem wieder mal etwas „konstruktives“ tun zu können und zum anderen konnte ich sowieso nicht entfliehen ;-).
Schneller als erwartet war die Woche zu ende. Mit Sack und Pack, begleitet mit dem guten Gewissen alles Mögliche getan zu haben, ging es wieder auf dem abenteuerlichen Weg ‘gen Highway. Der Winter kann kommen.
Der abgestellte Mietwagen stand noch an Ort und Stelle und tat klaglos seinen Dienst. So fuhren wir beide nach Fairbanks. Für Deb die Rückkehr in den Alltag, mich nur die Durchgangsstation auf meinem Weg nach Whithorse, dem nächsten Ziel.