Ich hatte mich schon in einem Kommentar zu einem der Blogbeiträge beeindruckt und begeistert zu meinem Ausflug in den Denali Park geäußert. Nun ist endlich die Gelegenheit dem noch ein paar Eindrücke folgen zu lassen.

Auf dem Weg von Anchorage zum Denali Park machte ich zuerst halt in Talkeetna und bezog dort Quartier im Talkeetna Roadhouse. Ein historisches und gemütliches Blockhaus aus der Pionierzeit Alaskas mit Restaurant und Bäckerei. Der nächste morgen vor Ort ließ keinen Zweifel an dem Wetter aufkommen – trüber Ausblick und Regen. Ich entschloss mich daher an dem gemütlichen Ort einen Pausentag einzulegen. Talkeetna ist der Ausgangspunkt für die Bergsteigergilde, die den Mt. McKinley in Angriff nehmen. Das ist einer der Gründe weshalb sich hier eine Ranger Station befindet, die die Expeditionen beratend begleiten und die Genehmigungen ausstellen. So gibt es auch an einem Regentag genügend zu sehen und zu hören.

Denali Nationalpark

Der Wetterbericht versprach einen Tag mit Sonne innerhalb der nächsten fünf Tage, einrahmt von Regentagen. So nutze ich die Gelegenheit mein Ticket für den Park für genau diesen Sonnentag zu buchen. Und ich hatte Glück – die Wetterfrösche lagen richtig mit ihrer Vorhersage. Die Fahrt bis ans Ende der Parkstraße in Kantishna wurde von Sonnenschein und bestem Wetter begleitet. Schon am nächsten Tag fiel wieder Regen.

Kantishna, eine alte Goldgräberstadt ist Endpunkt der Denali-Straße. Bei meinem letzten Besuch in Denali war ich bis Wonder Lake gefahren. Diesmal wollte ich wissen, was es danach noch zu sehen gibt. Auch wenn der Abschnitt immer noch sehenswert ist, so würde ich für einen ersten Ausflug in den Denali die Fahrt bis zum neuen Eielson Visitor Center empfehlen, maximal bis zum Wonder Lake.

Wonder Lake

Die gewonnene Zeit würde ich dafür besser in einen kleine Wanderung investieren, um etwas von der schönen Gegen zu sehen. Das schöne Wetter hat nicht zwingend zu Folge, dass man Sicht auf den Mt McKinley hat. Dieser ist bekannt dafür sein eigenes Wetter zu machen und weniger als die Hälfe der Besucher haben die Gelegenheit einen Blick auf ihn zu erhaschen. In meinem Falle war es nicht nur ein Blick: Der Berg zeigte sich über Stunden ohne Wolken und vollständig frei stehend – ein Glücksfall, den es selten hat.

Mt McKinley

Die Gelegenheit „Wildlife“ zu beobachten ist im Denali außergewöhnlich gut und so wurde auch ich nicht enttäuscht. Die sogenannten Big Five: Dall Schafe, Rentiere, Elche, Wölfe und Bären waren zu sehen – wenn auch auch unterschiedlichen Distanzen. Doch wir hatten das Glück nahe an Dall-Schafe und Wölfe ran zu kommen. Und auch die ein oder andere Gelegenheit Füchse, Squirrels und Vögel zu erspähen ergab sich während der Tour :-).

Reindeer

Bear saw with cubs

Wolf

Dall Sheep