Erst mal vielen Dank an all die Glückwünsche zum Zieleinlauf :-). Wir sind jetzt wieder zurück in Whitehorse und damit gibt es auch wieder online Verbindung. Die letzten Tage wäre naturgemäss der Erholung gewidmet – die hatte ich bitter nötig. Doch mittlerweile ist alles wieder auf dem Stand von vor einer Woche.

Das Rennen ist definitiv ein harte Nummer; dabei waren Themen wie Nahrungsaufnahme, Rücken- oder Sitzprobleme eher untergeordneter Natur. Nachdem Erin in Minto aufgeben musste, wurde die Nummer richtig hart. In Carmacks hatte ich ungefähr eine Stunde Schlaf, nicht zuletzt bedingt durch wenig kooperative Mitpaddler. Das rächte sich dann am Freitag, als ich ab 8h allein unterwegs war. Die folgenden 26 Stunden gehören zum härtesten, was ich bisher durchgemacht habe.

Paddeln in Trance, meist im Halbschlaf begleitet durch unglaubliche Halluzinationen über fast die gesamte Restdauer. Das Ziel wie eine Oase in der Wüste vor Augen, aber mit dem Wissen, dass davor mehr als 24h Dauerpaddeln liegen machen es nicht einfacher. Bin froh, dass ich das Ganze heil hinter mich gebracht habe !

Trotz allem eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich bin weit über meine bisherigen Grenzen hinaus gegangen, in einen Grenzbereich, den ich mir so nicht vorgestellt hatte. Ich hoffe, dass ich die daraus gewonnenen Erkenntnisse in künftigen Situation dann auch umsetzten kann.

Es wird sicher noch etwas brauchen, bis ich das alles vollständig verdaut und verarbeitet habe.