Der letzte Tag vor dem Rennen. Um 9h fand die Registrierung statt. Hinterlegung der Kaution, Abnahme der Reiseversicherung, Verteilung der Startnummern und das offizielle YRQ Foto. Dann geht es zum ersten Materialcheck der Utensilien, die jeder mitführen muss. Das ganze Szenario wird noch mal morgen vor dem Start, beim Zwischenhalt in Carmacks und nach der Zielankunft in Dawson durchgeführt. Anscheinend gab es schon genügend Fälle in denen mit sehr leichtem Gepäck „gereist“ wurde. Nervend ist das Ganze dann doch etwas. Die Freigabe des Faltboots war eine reine Formalie. Peter Coates machte sich nicht mal die Mühe das Längen/Breitenverhältnis zu messen. Zu offensichtlich ist es, dass ich nicht in einem Rennboot an den Start gehe :-).

Ohne, dass ich bisher mit allen gesprochen habe, habe ich den Eindruck, dass das Teilnehmerfeld zweigeteilt ist. Da gibt es die echten Racer, die gegen die Uhr oder Rekorde losstechen werden und diejenigen, die „einfach“ nur die Herausforderung annehmen wollen und erleben, wie und ob das Ganze machbar ist. In der Solo Kajak Klasse sind insgesamt 15 Teilnehmer am Start – noch habe ich keine Idee wie viele eher dem zweiten Teil zuzurechnen sind.

Offensichtlich ist, dass die Einzelfahrer – und dort insbesondere die Kajakfahrer/innen den „steinigsten“ Weg auf sich nehmen. Keine Möglichkeit unterwegs im Boot auszuspannen und seine(n) Mitpaddler etwas machen zu lassen; kein Positionswechsel im Boot. Bin sehr gespannt, wie es mir dabei ergehen wird.

Am Abend fand das offizielle Briefing statt, in dem nochmal die Regeln erklärt wurden, insbesondere das Anrufen der Checkpoints. Erin und ich haben echt keine Ahnung, wie schnell wir unterm Strich sein werden. Die maximal zur Verfügung stehenden Zeit sind 74 Stunden. Wir wollen versuchen unter 70 Stunden bleiben, bei unter 65 Stunden wären wir sehr zufrieden und alles was besser sein sollte eine toller Erfolg. So oder so bin ich froh nicht alleine unterwegs zu sein und noch dazu auf Len und die Kids als „Groundcrew“ vertrauen zu können.

Ach ja der Rekord liegt bei 42 Stunden, 49 Minuten aufgestellt von Carter Johnson 2010. Damit war er eine Sekunde langsamer als das Texan voyageur Team.

Das ist weit weg von unseren Möglichkeiten – ankommen ist das erste Ziel und dann …siehe oben. Die Wetteraussichten sind soweit ganz ordentlich. Zwischen 16 und 19 Grad und kaum Regen sind für die ersten zwei Tage prognostiziert. In diesem Sinne eine spannende Zeit und bis hoffentlich demnächst.

Hier nochmal der Link zum YRQ Race Tracker. Startnummer 41 / Team Yukoneer ;-).