„Willkommen  auf einer Insel“ –  so ungefähr begrüßte mich Erin, als Sie mich vom Flughafen abholte. Ich dachte zuerst an einen Scherz. Erin erklärte mir dann auf der Fahrt nach Hause, dass es ein paar Tage zuvor zu Überschwemmungen und Schlammlawinen kam. Das Ganze bedingt durch die relativ warmen Temperaturen und der damit verbundener Schneeschmelze sowie gleichzeitig einsetzendem heftigem Regen.  Dadurch wurde der Alaska Highway an mehreren Stellen unterbrochen, als Flüsse über die Ufer traten. Whitehorse ist damit von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Supermärkte zeigen bereits Engpässe insbesondere bei Molkereiprodukten und Fleisch; die ersten leere Regale sind zu sehen und man muss sehen, was es es die nächste Zeit noch zu kaufen gibt.

Empty shelfs

Zuhause bei Len und Erin gab es dann die ersten Vermutungen, wann die Trucks wieder eintreffen. Erin war optimistisch und tippte auf Dienstag – Len war etwas vorsichtiger und meinte Donnerstag.
Beim Einkauf am Montag konnte wir uns dann von den leeren Regalen überzeugen.Zurück zuhause erzählte uns Len, dass er zwei Hercules Transportflugzeuge landeten sah, die höchstwahrscheinlich Lebensmittel einfliegen. Dienstag gab es dann die erlösende Nachricht, dass eine einspurige Notspur eingerichtet ist und die ersten Trucks durchkommen. Im sprichwörtlichen Sinne ist damit wieder alles in Butter :-).